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Außenseiter in der Wissenschaft: Pioniere – Wegweiser – by Franz M. Wuketits PDF

By Franz M. Wuketits

ISBN-10: 3662453320

ISBN-13: 9783662453322

ISBN-10: 3662453339

ISBN-13: 9783662453339

Dilettanten, Grenzgänger, Querdenker, unerwünschte Reformer - in der Wissenschaftsgeschichte sind sie vielfach vertreten, als Außenseiter, die mit unkonventionellen Ideen die Wissenschaft bereichert haben. Johannes Kepler und Paracelsus, Charles Darwin und Alexander von Humboldt, Alfred Wegener, Barbara McClintock und Hoimar von Ditfurth - ihnen und vielen anderen Forschern und Gelehrten ist gemeinsam, dass sie Neuland betreten oder sich mit Problemen in Disziplinen befasst haben, die nicht ihre eigenen waren. Sie waren Abenteurer, "Amateure" (im besten Sinn des Wortes), haben herrschende Paradigmen in Frage gestellt, außerhalb der jeweils etablierten Wissenschaft geforscht oder einfach einen ungewohnten Blickwinkel eingenommen. Viele von ihnen sind bei ihren Zeitgenossen auf Argwohn und Ablehnung gestoßen, ignoriert oder bekämpft worden und haben erst nach ihrem Tod die ihnen gebührende Anerkennung gefunden (wovon sie dann nichts mehr hatten).

Dieses Buch portraitiert Wissenschaftler aus mehreren Jahrhunderten, die als Außenseiter gewirkt, letztlich aber der Wissenschaft unverzichtbare Dienste erwiesen haben. Es handelt von sehr verschiedenen - teils tragischen - Schicksalen und zeigt, dass die Wissenschaft von unterschiedlichen Temperamenten lebt. Auf sehr intestine lesbare Weise liefert der Autor damit nicht nur einen Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte, sondern gibt auch Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb einst und jetzt und hilft, manche Vorurteile zu beseitigen, die sich nach wie vor um die Wissenschaft ranken. Das Buch ist daher keine bloße Sammlung interessanter (wissenschaftlicher) Biographien, sondern auch ein bemerkenswerter kritischer Beitrag zum Verständnis der Wissenschaft insgesamt, deren Entwicklung sich nicht geradlinig, sondern als Zickzackweg vollzieht.

Außenseiter sind dabei unerlässlich.

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Wie in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens treten auch in der Wissenschaft immer wieder Außenseiter in Erscheinung. Sie wollen entweder von außen Ideen in die Wissenschaft hineintragen oder gehören zum jeweils etablierten Wissenschaftsbetrieb, vertreten aber Theorien, die ihrer Kollegenschaft suspekt sind. Von "echten Spinnern" abgesehen, die meist schnell als solche entlarvt werden, sind sie mutige, eigensinnige, selbstbewusste und hartnäckige Forscher, die gegen den Strom schwimmen und wichtige Beiträge zum Fortgang der Wissenschaft leisten. In vielen Fällen wird ihre Bedeutung allerdings erst spät erkannt.

Das Buch stellt 35 Außenseiter der Naturwissenschaften aus mehreren Jahrhunderten vor, darunter einige sehr bekannte, aber auch manche heute weitgehend in Vergessenheit geratene Forscher und Gelehrte. Es fordert zum kritischen Nachdenken auf und kann auch als Aufruf zum Querdenken gelesen werden. Natürlich wurden und werden maßgebliche Probleme der Wissenschaft nicht nur von Außenseitern gelöst, aber wie die Wissenschaftsgeschichte zeigt, sind Außenseiter unverzichtbar. Sie setzen sich über Konventionen hinweg, beugen sich keinem "Anpassungsdruck" und verteidigen ihre Ideen meist mit bewundernswerter Leidenschaft. Dieses für ein breites Publikum geschriebene Buch entfaltet neben vielen wissenschaftsgeschichtlichen und biographischen info ein buntes landscape von der (Natur-)Wissenschaft insgesamt.

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Medawar 1972), sie benötigt kreative Köpfe mit einer gewissen Bereitschaft zu geistigem Risiko und nicht ferngesteuerte Roboter, de- 2 Wissenschaft: Zickzackkurs auf dem Weg zum Wissen 19 nen vorgegeben wird, was sie wann und wie erforschen sollen. Eine gesunde Portion „Anarchismus“ im Sinne von Feyerabend (1976) schadet daher nicht, vor allem nicht als Auflehnung gegen „Wissenschaftsplanung“, deren Vertreter nur maßgeschneiderte Forschungsergebnisse erwarten zu dürfen glauben, statt einzusehen, dass ein Forschungsvorhaben auch einmal ins Leere gehen und überhaupt keine brauchbaren Resultate bringen kann.

Denn „kompetent ist allein derjenige, der ein effektives Verfahren zur Lösung der Probleme anbietet. Damit erweist sich jene banale, geradezu törichte Frage nach der personellen Kompetenz als Scheinproblem“ (Oeser 1976, Bd. 1, S. 17). Vor dem Hintergrund seiner Ausbildung und im Hinblick auf seinen beruflichen Werdegang war Goethe in der (vergleichenden) Anatomie nicht kompetent, und dennoch gelang ihm auf diesem Gebiet eine respektable Entdeckung. Er blieb eben nicht bei seinen „Leisten“, sondern wagte sich, von Erkenntnisdrang beflügelt, in viele Territorien.

1996) und der in der scientific community auch ungeteilte Anerkennung fand. Aber Cavendish war (s. dazu Oeser 1988) extrem ungesellig und schweigsam und stets bestrebt, der möglichen Vergrößerung seines Bekanntenkreises entgegenzuwirken. Um von niemandem gesehen zu werden, unternahm er seine Spaziergänge stets nach Sonnenuntergang und stieß dabei ungewöhnliche und unverständliche Laute aus (die dann doch irgendwer einmal wahrgenommen haben muss, da sie sonst nicht „überliefert“ wären). Cavendish widmete sich ausschließlich seiner wissenschaftlichen Arbeit, an der Veröffentlichung seiner Ergebnisse lag ihm aber nicht sehr viel.

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Außenseiter in der Wissenschaft: Pioniere – Wegweiser – Reformer by Franz M. Wuketits


by Robert
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